leichtelektromobile


  

Mobilität beginnt im Kopf, gleichwohl

fällt uns geistige Beweglichkeit schwer“

G.Heilmaier, Loremo AG


 

ELEKTROAUTO ohne Alternative


 

Emissionsfrei - sparsam - lautlos u. bezahlbar (mit Leicht-Elektromobil)


 

Öl geht demnächst zur Neige, Biomasse steht nur beschränkt zur Verfügung – es gibt keine Alternative zum Elektroauto. Wir hätten schon längst handeln müssen und können nicht auf technische Wunder warten.

Die derzeitigen Batterien seien nicht gut genug, behaupten die Konzerne und Medien unisono und niemand will wahrhaben, dass elektrische Mobilität von mehreren tausend Fahrern seit über 10 Jahren mit Leicht-Elektromobilen praktiziert wird, die jeder kaufen kann.

Wenn die Batterien noch besser und billiger werden, kann das allen nur recht sein, aber längst sind sie gut genug für die alltägliche Mobilität. „...90 % aller täglich gefahrenen Strecken sind kürzer als 60 km“ (Solarzeitalter 4/2008-S.28)

Emissionsfrei mit sauberem Strom sind alle Elektroautos, sparsam mit umgerechnet 0,5 Liter (5 kWh) auf 100 km und damit selbst bei dreckigstem Strom (30g CO2 pro km) in einer anderen Liga fahrend sind nur Leicht-Elektromobile.

Da beim Leicht-Elektromobil die Stromkosten für 100 km bei einem Euro liegen, bleibt es auch mit Batterien für 200 km Reichweite bezahlbar.

Da (fast) lautlos, könnten mit dem Elektroauto nach Berechnungen des Umweltbundesamts fast 13 Mio Menschen von Lärm (Schlafstörungen und Gesundheitsrisiken) entlastet werden (Solarmobil 70/2008-S.11). Auch Gesundheitsschäden durch Abgase lassen sich vermeiden.


 

Das Problem bei der breiten Einführung des Elektroautos ist nicht die Technik, sind nicht die Batterien und deren Kosten, das Problem liegt in der Akzeptanz von Kleinstfahrzeugen durch den Verbraucher. Die entscheidende Frage ist: „Wie viel Auto brauchen wir?“

Da wir 1-2 Tonnen Auto mitschleppen, wo wir oft nur eine Person transportieren wollen, liegt die Effizienz bei einem Prozent (vgl. natur+kosmos 08/2007, S.34). Ist das Fahrzeug auch nur so schwer wie z.B. der Smart (ca. 900 kg gegenüber 250 kg beim Leicht-Elektromobil), kostet der Batteriesatz für 100 km Reichweite lt. Spiegel 10/09 mehr als 20ooo Euro ( beim Leicht-Elektromobil ca. 6000 Euro). Reichweite ist keine Technik-, sondern eine Kostenfrage. Da im Durchschnitt nur 1,2 Personen im Auto sitzen, sollte das „Normalauto“ ein Zweisitzer sein, um Gewicht zu sparen. Ist das Gewicht gering und damit auch der Verbrauch, ist eine Ladedauer von 1 min/km möglich, womit die Reichweite zum Aktionsradius wird. In einer Stunde z.B. können also an einer ganz normalen 230V-Steckdose 6o km„geladen“ werden.

Emissionsfrei – aber woher soll der Strom kommen?

Würden alle derzeitigen Autos (ca.40 Mio) elektrisch fahren, würde sich der Stromverbrauch um ca.14% erhöhen ( bei Ersatz durch Leicht-Elektromobile um ca.4% !). - Bei einem Leicht- Elektromobil können fünf m² Fotovoltaik-Fläche die Jahresstrommenge für 10ooo km erzeugen. Geladen werden die Batterien in der Regel nachts, wenn schon heute oft Windstrom zur Verfügung steht, den wir anders nicht speichern können.


 

Vergleiche zum Nachdenken:

- Würden wir alle auf das Drei-Liter-Auto umsteigen, würden sich Energieverbrauch und CO2-Emissionen weltweit trotzdem erhöhen, da sich die Zahl der Autos bis 2030 nach allen Voraussagen (z.B. Heidelberger UPI) mehr als verdoppeln wird.

- Busse und Bahnen benötigen fünfmal mehr Energie als ein Leicht-Elektromobil.

- 10 Leicht-Elektromobile verbrauchen so viel Energie wie ein Toyota Prius.

 

Bei der Mobilitätsproblematik sollten wir nicht den Zusammenhang von Energie- und Rohstofffragen aus den Augen verlieren. Die Biomasse z.B. kann neben dem Aspekt Lebensmittelkonkurrenz nur einmal verbraucht werden - für Autos oder für Heizzwecke oder für Stromerzeugung oder für Rohstoffgewinnung. In Deutschland könnten mit den Erträgen von 10 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche gerade mal drei Prozent der Autos betrieben werden (vgl.Spiegel 8/2007).

Es geht auch nicht um ein bisschen sparen (vgl.3-Liter-Auto), sondern um die Frage, wie wir bei unseren CO2-Emissionen so schnell wie möglich (und nicht erst 2050) von 12 Tonnen auf 2t pro Person und Jahr kommen können, um den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen.

Nicht Reduktionen a la Kyoto, sondern Null-Emission bringen uns voran (MdB H.J.Fell). Für das Auto bedeutet das, nicht nur im Betrieb Null-Emission, sondern auch bei der Produktion (Konsumsektor) möglichst geringen Energie- und Materialeinsatz  zu erreichen. Das Konzept muss heißen „Reduce to the max“, runter mit dem Fahrzeuggewicht bis zum Geht-nicht-weiter, beim Zweisitzer ca. 250 kg, beim Viersitzer etwa 450 kg. Das Durchschnittsauto hat schon für Herstellung und spätere Verschrottung die Energie für 60ooo Benzin-Kilometer verbraucht, bevor es auch nur einen Kilometer gefahren ist.


Nachhaltigkeit beinhaltet auch die Rohstofffrage. „Und würden alle Menschen auf dem Konsumniveau eines Europäers oder Amerikaners leben, bräuchten wir mittlerweile drei oder sogar fünf Planeten“ (Radermacher/Beyers, 2007). Nicht nur die Premium-Klasse ist indiskutabel, auch das 1000 kg-Auto ist ein mehr als fragwürdiger Luxus.

Wer sich bei Klimawandel und Hybris nicht angesprochen fühlt, sollte wenigstens darüber nachdenken, was passiert, wenn die Nachfrage nach Erdöl das Angebot deutlich und dauerhaft übersteigt. Namhafte Wissenschaftler warnen dabei vor der evtl. größten Wirtschaftskrise aller Zeiten. Erdöl wird als Rohstoff benötigt, wir sollten ihn nicht durch den Auspuff oder zum Schornstein hinaus blasen.

Bei 250 kg Auto stellen viele die Frage nach der Sicherheit. Wir haben eine sehr einseitige Sicherheitsphilosophie entwickelt - unterwegs mit einem 2t-Fahrzeug werden wir auch zur Gefahr für andere. Leicht-Elektromobile mit geringerer Geschwindigkeit machen den Verkehr sicherer.

Eine Höchst-Geschwindigkeit der Vernunft läge nicht bei 120 km/h oder 130 km/h, sondern bei ca. 90 km/h. Der höhere Luftwiderstand und die durch höhere Geschwindigkeiten gewichtigere Auslegung des Fahrwerks sorgen für höheren Verbrauch. Die Hauptnutzung des Autos liegt im Regionalbereich und nicht auf Autobahnen. Im Rhein-Main-Gebiet liegt die Durch- schnittsgeschwindigkeit unter 50km/h. Selten gefahrene lange Strecken können auch mit Car-sharing und Öffentlichem Verkehr bewältigt werden.

Das Leicht-Elektromobil bleibt bezahlbar, wurde oben behauptet. Mit 85 km Reichweite kostet es nicht mehr als ein Kleinwagen. Die Batteriesätze für ca. 5500 Euro ermöglichten schon vor Jahren (mit Nickel-Cadmium-Akkus) Kilometerleistungen von über 70ooo km, was umgerechnet (bei 700 Euro Stromkosten) z.B. den Kosten eines PKW mit   6,5 l-Verbrauch zu 1,35 Euro pro Liter entspricht. Sonstige Betriebskosten sind eher geringer.